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Mein erster Hund,
der im Zwinger leben musste
(wegen meinem
Ex-Mann) war meine Tina,
eine
Collie-Schäferhund-Mischlingshündin.
Das genaue Alter
von ihr war uns nicht bekannt, sie sollte
ca. 7 Jahre alt
sein. In der Zeitung stand nur, sie wäre
umständehalber
abzugeben. Ich weiß auch nicht, was Tina
alles erlebt hat,
bevor sie zu mir kam. Sie war ein ängstlicher
und
eingeschüchterter Hund, aber unheimlich lieb und sie
hat sich
mir sofort anvertraut.
Eigentlich war es
so wie mit allen Hunden, die ich mit meinem
Ex zusammen hatte,
alle hatten Angst vor ihm!
Und auch Tina
durfte ich nicht lange behalten...
Kurze Zeit,
nachdem sie bei uns eingezogen war, kam ja schon
Ronny dazu. Die
Beiden waren dann zusammen in einem Zwinger.
Zu der Zeit
besuchte ich eine Weiterbildung über das Arbeitsamt
und war den ganzen
Tag nicht da. Ich stand morgens rechtzeitig auf
und fütterte
erstmal die Hunde und ging mit ihnen spazieren. Wenn ich
zurück war, führte
mich mein erster Weg natürlich auch zu den Beiden.
Als Ronny ungefähr
ein dreiviertel Jahr alt war, wurde Tina läufig und
mein Ex wollte
unbedingt, dass sie von Ronny gedeckt wurde. Er hatte
es sich in den
Kopf gesetzt, mit den Beiden zu züchten, was natürlich
völliger Blödsinn
war, da Ronny keine Papiere besaß und Tina sowieso
ein Mischling war.
Aber leider kam ich zu dem Zeitpunkt nicht dagegen an...
Also kam es so wie
er das wollte und Tina hatte ihre ersten Welpen. Es waren
9 kleine Hunde und
leider war ein Totes dabei. Irgendwie war es ja eine
schöne Zeit mit
den Welpen, aber dann waren sie alt genug, um von der
Mutter getrennt zu
werden...und das war für mich sehr schlimm...denn mein Ex
wollte einfach nur
Geld machen...zu vollkommen überhöhten Preisen verschacherte
er die kleinen
Hunde...! Mir fällt es heute noch schwer, darüber zu schreiben...aber
ich hatte noch
nicht die Kraft, mich durchzusetzen...
Als meine Tina das
nächste Mal läufig war, wurde sie
noch einmal von
Ronny gedeckt. Aus diesem Wurf (8 Welpen)
wurden alle
verkauft und ich hoffe nur, dass die Kleinen es gut
getroffen haben...
Leider mochte Tina
keine Autos. Ich weiß nicht warum, aber ich denke,
es hing damit
zusammen, dass sie von einem Autohof kam. Jedenfalls
bellte sie jedes
Auto beim spazieren gehen an und auch im Zwinger, bei
vorbeifahrenden
Autos, schlug sie jedes Mal an. Das hatte natürlich zur
Folge,
dass Nachbarn sich beschwerten.
Was dann geschah
kann ich heute immer noch nicht genau nachvollziehen...
Als ich
nachmittags nachhause kam, hörte ich schon als ich die Autotür
öffnete Tina laut
schreien...so etwas hatte ich noch nie gehört. Im Zwinger
lag Tina in einer
Ecke, Ronny hatte um sich herum lauter Erbrochenes
und nur Desiree`
kam mir entgegen wie immer! Ich wußte überhaupt nicht was
passiert war,
jedenfalls bugsierte ich Tina irgendwie ins Auto (weiß heute nicht mehr,
wie ich das
geschafft habe, denn sie war völlig gelähmt, konnte nur noch den
Kopf heben) und
fuhr zur Tierärztin, die Gott sei Dank zuhause war. Nach
eingehender
Untersuchung, hängte sie Tina an den Tropf und ich hielt sie
die ganze Zeit im
Arm. Andauernd versuchte sie, ihren Kopf zu heben, aber
das ging nicht.
Die Tierärztin wußte keinen Rat mehr und meinte, sie hätte
etwas Giftiges
gefressen...und so muss es wohl gewesen sein...!
Meine Tina erholte
sich nicht mehr und fing andauernd an zu krampfen...
Schließlich meinte
die Ärztin, es wäre besser sie zu erlösen...und so schlief
meine Kleine in
meinen Armen ein...und ging über den Regenbogen
Ja, ich weiß, das
ist schon wieder so eine traurige Geschichte...aber es hat
gut getan, alles
mal aufzuschreiben!
Ich weiß nicht,
von wem sie das Gift bekommen hat...unsere Nachbarn schließe
ich jedenfalls
aus...aber wer dann...?
Als ich nachhause
kam, ging es Ronny schon wesentlicher besser.
Er hatte entweder
nicht soviel davon gefressen oder aber, es war sein Glück,
dass er brechen
konnte.
Desiree` bekam als
Kleinste wohl nichts von dem Zeug ab...ihr großes
Glück, denn als
Welpe hätte sie es sicher auch nicht überstanden.
Und niemand konnte
mir meine Tina zurückgeben...
Meine unvergessene
Tina

geboren ???
ins Regenbogenland
gegangen 20. Februar 1986
Meine kleine liebe
Tina
Du durftest nicht
lange
bei mir bleiben...
aber die Zeit mit
Dir
war wunderbar...
Du musstest in
Deinen
letzten Stunden so
sehr leiden...
es hat so weh
getan,
Dir nicht helfen
zu können...
Du bist nun schon
so lange
im Regenbogenland
und
ich hoffe, es geht
Dir gut...
Leb wohl mein
Mädchen
bis wir uns eines
Tages wiedersehen...
In
Liebe Dein Frauchen
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