Ronny war ein reinrassiger
Schäferhund und kam mit ca. 10 Wochen zu uns.
Bei uns beiden war es Liebe auf den ersten Blick. Leider wollte mein
damaliger
Mann nicht, dass Tiere ins Haus kamen und so musste Ronny im Zwinger
leben.
Aber wenn ich zuhause war, lief er immer auf dem Grundstück rum und unten
im Haus (Keller). Zu meinem Exmann hatte er kein gutes Verhältnis, er hat
viel
unter ihm gelitten. Ronny hat von ihm Schläge auf den Kopf bekommen und
mit der Schaufel hat er ihn einmal (was ich gesehen habe und natürlich
gleich dazwischen gegangen bin) auf den Rücken geschlagen...
Wenn ich da war, hat er sich das nicht getraut, es sei denn, er war so in
Rage,
dass er nicht mal darauf Rücksicht genommen hat...
Ich habe immer versucht, das auszugleichen
und habe ihm all meine Liebe gegeben,
die ich tausendfach von Ronny zurückbekam. Zum Schluss war es so, wenn
mein Ex
draußen war und die Zwingertür aufmachte, kam Ronny kurz raus und wenn er
merkte,
ich bin nicht da, dann ging er gleich wieder in seine Hütte zurück. Kaum
kam ich um
die Ecke, war er nur an meiner Seite. Das sagt ja schon alles...!
Ronny hat sich seine Leute auch immer
ausgesucht, wenn er jemanden nicht mochte,
konnte er richtig böse werden. Aber ich konnte und durfte alles mit ihm
machen, ob es
ein Knochen war, an dem er gerade rumknabberte, ich konnte ihm den einfach
wegnehmen, er wusste ja, er bekommt ihn wieder und von mir geschieht ihm
nichts böses.
Auf Spaziergängen hat er immer auf mich
aufgepasst, so dass manche Leute dachten,
er wäre ein total bissiger Hund...weit gefehlt...meine Kinder z. B. hat er
sofort akzeptiert,
obwohl er vor ihnen da war!
Ein kleines Beispiel:
Mein ältester Sohn (er war wohl grade mal 2 oder 3 Jahre alt) spielte
draußen im Garten
und Ronny lief dort auch rum. Ich hatte ihm eine Kartoffel gegeben, die er
roh gerne fraß.
Plötzlich hörte ich ihn bellen und sah nach, was denn los war. Da stand
mein Sohn mit
der Kartoffel in der Hand, die er Ronny weggenommen hatte und dieser
einzigartige Hund
hat nicht etwa zugebissen, nein, er stand da und bellte und war völlig
irritiert und wusste
nicht was er tun sollte. Ich denke, durch sein Bellen wollte er auf sich
aufmerksam machen
und hoffte, dann seine Kartoffel zurückzubekommen. Die Rechnung ging ja
auch auf. Viele
andere Hunde hätten in so einer Situation sicher ganz anders reagiert...
Mit 4 oder 5 Jahren setzte bei Ronny eine
beginnende HD ein. Es äußerte sich meist in
Schüben. Dann war er 1 bis 2 Tage sehr krank, hatte große Schmerzen und
hohes Fieber.
Er lag dann völlig apathisch in der Ecke. Die Tierärztin spritzte ihm dann
ein Mittel, doch
als die Abstände zwischen den Schüben immer kürzer wurde, meinte sie, die
Spritzen
würden zu sehr seine inneren Organe angreifen und schlug vor, ihn mit
pflanzlichen Mitteln
zu behandeln. Dazu musste ich ihm dann jeden Tag eine Spritze geben. Erst
hatte ich große
Angst, ich dachte, ich tue ihm sicher weh, wenn ich selber spritze. Aber
nach der ersten
Überwindung ging es sehr gut und Ronny ließ sich das immer problemlos von
mir gefallen.
Mit 11 Jahren brach er dann auf einem
Spaziergang ca. 300 Meter vorm Haus zusammen
und konnte erst überhaupt nicht mehr aufstehen. Ungefähr 10 Minuten lag er
da und ich wusste überhaupt nicht mehr weiter. Irgendwie schaffte er es
dann doch noch mal aufzustehen und wir gingen nachhause. Aber zu dem
Zeitpunkt war mir klar, seine Zeit war gekommen...ich wollte nicht, dass
er unnötig leiden musste und ließ ihn gehen...
geboren 14. Dezember 1984

von mir gegangen 27. Juli 1995
Mein lieber Ronny
ich bin so froh und dankbar,
dass ich Dich haben durfte
und ich werde die Zeit
mit Dir nie vergessen...
meine Erinnerungen an Dich
kann mir niemand nehmen
und wo Du jetzt auch bist
irgendwie bist Du immer
bei mir...und eines Tages...
sehen wir uns ganz bestimmt
wieder...!
Ronny, Du warst
ein einzigartiger Hund
leb wohl...meine dicke Nase...
bis wir uns treffen...
hinter dem Regenbogen...
In dankbarer Liebe
Dein Frauchen
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