Nemo`s Regenbogenseite

 

 
 

13. Februar 2010

 

Mein lieber Nemo, mein allerliebster Herr Wedelmann, nun bist du schon vier lange Jahre nicht mehr bei mir... wo ist die Zeit geblieben... wie geht es dir meine lange Nase... ich hoffe gut...! Hast du Bryniebärchen getroffen und Festus? Weißt du, wie glücklich Nele hier unten bei mir ist? Du hast sie mir geschickt, du mit Deinem großen Herzen, liebevoll zu allen hier auf der Erde, liebevoll sicher genauso im Regenbogenland zu allen anderen Regenbogenfellnasen...

Nemo, heute bin ich ganz besonders traurig, du wirst bald wissen warum, oder gibt es doch noch eine Chance...eine Hoffnung...ich wünsche es mir so sehr...!!!
Und wenn es doch so weit kommt, du bist da, du begrüßt ihn, schwanzwedelnd, freudig lächelnd und wirst ihm den Abschied von seinen Lieben erleichtern, das weiß ich, denn du bist da...

Ich vermisse dich so sehr...

 

 

 

 

Nemo`s Geschichte

 

 

Als ich mich 1997 von meinem damaligen Mann trennen wollte und gerade dabei war,

mir eine Wohnung heimlich einzurichten, fragte mich meine Freundin, ob ich einen

Collie haben möchte, er wäre bei den Leuten irgendwie über und Geld wollten sie auch

nicht haben. Da ich mir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen konnte, sagte ich spontan

zu und einen Tag vor meinem Auszug (muss dazu erwähnen, dass mein Auszug

heimlich durchgeführt werden musste, da ich sonst aus der Wohnung mit meinen

Kindern wohl nicht herausgekommen wäre) fuhren wir in die Ex DDR und wollten

den Hund holen. Er sollte dann die erste Nacht bei meiner Freundin und ihrem

Mann verbringen, die auch einen Hund hatten (Schäferhund, Asro), da ich ihn ja nicht

mit nachhause nehmen konnte.

 

 

So fuhren wir Sonntag Nachmittag los, mein jüngerer Sohn kam auch mit. Als wir

ankamen, spielte der Collie, er hieß damals noch Otto oder Öttchen,  mit den Kindern

im Hof Fußball. Es gab zwei Collies dort und ich sollte den jüngeren Hund, also den

Sohn, bekommen, der angeblich erst 2 1/2 Jahre alt war. Wir ließen uns dann noch den

Vater zeigen, dieser war farblich wie Lassie und Otto war ja dreifarbig. Der angebliche

Vater von ihm wurde uns nur ganz  kurz gezeigt, da er angeblich bissig war. Also sahen wir

zu, dass wir unseren Collie in das Auto bekamen (war gar nicht so einfach, da er

unheimlich ängstlich war) und fuhren ab. Bei meiner Freundin angekommen, machte

er erstmal Bekanntschaft mit Asro. Die beiden verstanden sich auf Anhieb, da war ich

schon mal sehr froh.

 

 

Ich ging dann mit meinem Sohn noch mal kurz rüber in meine neue Wohnung

(gleiche Straße) und schon kurze Zeit später stand meine Freundin in der Tür.
 

Mein Hund hatte sich das Halsband über den Kopf gezogen und war abgehauen. Leider

war es schon fast dunkel, so dass wir bei unserer Suche nicht viel sehen konnten.

Wir fuhren in alle möglichen Richtungen, von der aus er verschwunden war, konnten ihn

aber nirgends finden. Gegen 22.00 Uhr gaben wir auf, ich musste ja auch nachhause. Da

mein Auszug und die damit verbundene Trennung von meinem Ex heimlich war, konnte ich

ja nicht die ganze Nacht nach ihm suchen. Meine Freundin sagte zu mir "wenn ihr

beide zusammen gehört, dann bekommst du ihn auch wieder und es passiert ihm nichts".

Naja, richtig trösten konnte mich das natürlich nicht, aber was sollte ich machen...!

 

 

Am nächsten Tag zogen wir quasi bei Nacht und Nebel um. Als wir fast fertig waren, kam

auf einmal der Mann meiner Freundin angefahren und, ob ihr es glaubt oder nicht, mein

Hund war wieder da...! Mann, war ich glücklich!!!

Da wusste ich, Nemo und ich gehören wirklich zusammen...für immer...!!!

 

Aber was hatte ich da für einen ängstlichen und eingeschüchterten Hund bekommen.

Er musste bis dahin sehr viel Schläge bekommen haben und es dauerte lange, bis er

wieder Zutrauen in die Menschen fand. Doch mit viel Liebe wurde Nemo ein Superhund!

Die ersten 14 Tage wollte er nicht mal spazieren gehen, bei jedem Geräusch rannte er

sofort ins Haus zurück.

Ihn am Kopf zu streicheln...daran war gar nicht zu denken, geschweige denn, ihn in den

Arm zu nehmen und richtig zu knuddeln. Trotz dieser schlechten Erfahrungen, die er

bis dahin gemacht hatte, wurde er nach und nach immer zutraulicher und entwickelte

eine Liebe zu mir, die man mit Worten gar nicht beschreiben kann. Er muss gespürt

haben, dass er von mir und meinen Kindern nichts böses zu befürchten hat.

Nemo wurde kein Angstbeißer und nahm jeden in sein großes Herz auf.

 

Als nach einiger Zeit  unser Kater Blacky zu uns kam, hat er den auch einfach so

akzeptiert und auch Katzen auf der Straße brauchten keine Angst vor ihm zu haben (was

die natürlich nicht wussten). Ein Jahr später kam dann noch meine Katze Ronja dazu

und auch sie wurde freundlich von Nemo empfangen. Oft haben die beiden

beieinander gelegen.

Mit dem Rottweiler meiner Freundin, Wotan, war er auch dick befreundet, weil Wotan

genau so ein gutmütiger Hund war (Wotan ist Nemo genau 1 Monat später in

den Hundehimmel gefolgt, die beiden sind nun wieder zusammen).

 

Wie oft muss ich heute an meinen Herrn Wedelmann denken! Es gibt so viele Situationen, in denen er mir heute noch so sehr fehlt, aber ich bin glücklich und dankbar, so einen tollen Hund als meinen Freund und Partner gehabt haben zu dürfen...!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Homepage enthält Javascripte und ist für eine Bildgröße mit 1280 x 1024 Pixel erstellt worden.
      Bitte im Browser Javascript und Active X aktivieren.


sabineheider2009  
   http://binenemo.binenele.biz